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Entdeckungen

das gute gewinnt

Fjolla Myftari hat ein Märchen wahrgemacht: Weil sie herkömmliche Haarpflege nicht vertrug, entwickelte sie eigene Produkte. Inzwischen wächst die Fangemeinde von myrapunzel noch schneller als gesundes Haar.

Text: Heike Dürr – Fotos: Luca Ottmann
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Alles begann mit einer heftigen Kopfhautentzündung. Die Mannheimerin Fjolla Myftari entdeckte 2014 eine riesige kahle Stelle auf ihrem Hinterkopf, die Ärzt*innen waren ratlos. Alle in Frage kommenden Erkrankungen konnten diagnostisch ausgeschlossen werden, schnell war klar: Ihre Kopfhaut reagierte auf synthetische Bestandteile ihrer Haarpflegeprodukte – für sie ein völlig überraschender Befund. „Ich verwendete damals zwar tatsächlich unbesorgt verschiedenste Produkte oder färbte mir die Haare. Diese Folgen hätte ich mir aber überhaupt nicht vorstellen können.“

Mit gerade einmal 24 Jahren konnte sie nur noch Hautpflege aus der Apotheke benutzen und war bestens informiert über die Verträglichkeit verschiedenster Inhaltsstoffe. Dadurch konnte sie auch ihr zu diesem Zeitpunkt drängendstes Problem lösen: „Meine Hochzeit stand bevor und die schlimmste Vorstellung für mich war, eine Braut ohne Haare zu sein.“ Denn wie wahrscheinlich für jede Frau ist auch für sie schönes Haar essentiell für ihr Wohlbefinden: „Gepflegtes Haar sieht gesund aus und trägt dazu bei, dass ich mich wohl und schön fühle.“

Ein Jahr später ging sie für mehrere Monate in die USA und die Suche nach verträglichen Produkten begann erneut. „Ich dachte mir: Das kann doch nicht nur mir so gehen.“ Also warum nicht selbst Haarpflege kreieren, die jede Frau ohne zu zögern verwenden kann. Ihre ungewöhnliche Geschäftsidee war geboren: „myRapunzel basiert nicht auf einer Marktlücke, sondern ist aus Verzweiflung und Wut entstanden.“ Fjolla Myftari beschloss, synthetische Inhaltsstoffe durch natürliche zu ersetzen, denn die die Haut reizenden Zusätze sind eigentlich gar nicht nötig. Sulfate, Parabene oder Tenside sorgen zum Beispiel dafür, dass Shampoos schäumen. „Das muss aber gar nicht sein und ist vor allem nicht gesund.“

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