Foto: Adobe Stock

Reisespecial

Mythos Angkor

Die Ruinen von Angkor Wat in Kambodscha gehören zu den wenigen wirklich magischen Orten unseres Planeten, die monumentalen Tempelanlagen zu den beeindruckendsten Beispielen sakraler Baukunst. Nach Jahren des Terrors erlebt die Kultur der Khmer eine Renaissance.

Ein Traum aus Stein, vergessen im undurchdringlichen Dschungeldickicht Südostasiens – kaum ein Zeugnis früher Hochkulturen hat die Phantasie von Forschungsreisenden so inspiriert wie die monumentalen Tempelanlagen rund um die versunkene Hauptstadt des legendären Khmerreichs, das zwischen dem 10. und 15. Jahrhundert weite Teile des Kontinents beherrschte.

Einer der ersten Europäer, der im Jahre 1586 die von Schlingpflanzen und Luftwurzeln gewaltiger Urwaldriesen überwucherten Ruinen von Angkor Wat mit eigenen Augen sah, war der portugiesische Kapuzinermönch António de Madalena. Tief beeindruckt berichtete er seinem Landsmann, dem Historiker Diego do Couto, die Überreste tief im Dschungel seien von so außergewöhnlicher Form, zeugten von einer solchen Kunstfertigkeit ihrer Erbauer, dass sie mit keinem Federkiel zu beschreiben, noch mit irgendeinem anderen Monument der Erde vergleichbar seien. Doch schon bald geriet Angkor erneut für mehr als zwei Jahrhunderte in Vergessenheit. Erst die enthusiastischen Reiseberichte des Franzosen Henri Mouhot, der die Ruinen 1860 besucht und detailreiche Illustrationen angefertigt hatte, lösten in Paris - ähnlich wie die Zeugnisse aus dem Reich der Pharaonen jenseits des Ärmelkanals das Mumienfieber - eine regelrechte Angkor-Hysterie aus.

Foto: Belmond

Neugierig geworden?
Lesen Sie mehr in der aktuellen UBI BENE.

Auch bequem im Abo erhältlich.

BESTELLEN