Foto: Petra Arnold

Körpergefühl

Nicht mehr als nötig

Er ist als Odenwald-Tipianer, Tipi-Man oder Waldmensch bekannt, sich selbst sieht Marc Freukes aber einfach als Mensch, der im Wald lebt. Und das nun schon seit fast fünf Jahren. Besuch bei einem, der sich für ein außergewöhnliches Lebenskonzept entschieden hat.

Ein Waldstück im Odenwald – fernab der Zivilisation. Hier lebt Marc Freukes, im Einklang mit der Natur und dennoch mitten im 21. Jahrhundert. Das Rad der Zeit will er nicht zurückdrehen. Sein Antrieb ist ein anderer: „Ich suche nach einer Alternative, um mit weniger Umweltverschmutzung und mehr Freizeit zu leben.“

Bis 2013 war Freukes in der Region erfolgreich als Golftrainer tätig, eine Zeit, die er als geprägt von Druck, Stress und Mobbing beschreibt. Schon damals zog es ihn in die Natur, er gründete parallel eine Outdoorschule. Als er kurz vor seinem 40. Geburtstag schließlich mit einem Burn-out zu kämpfen hatte, beschloss er, für ein Jahr im Wald zu leben. „Das hat viel Mut gekostet“, erinnert er sich. Freukes startete gut vorbereitet in sein Projekt: Ein Tipi aus Stoff diente als neues Zuhause – ausgestattet mit allem, was er zum täglichen Leben brauchte. Ein zusätzlicher, dick mit Stroh gedämmter niedriger Wigwam bot ihm Schutz in kalten Nächten, ein ausgehöhlter Baumstamm in Waschbeckenhöhe diente der Körperpflege.

Mittlerweile sind aus dem einen Jahr fast fünf geworden, das Tipi ist Geschichte. Freukes baute sich vor gut einem Jahr eine Jurtenhütte. Der Raum ist hell, trocken, gut beheizbar und Freukes kann darin aufrecht stehen. Das Material stammt fast ausnahmslos aus der Natur oder dem abgebauten Tipi. Denn Freukes legt an jede seiner Entscheidungen ein Kriterium an: „So viel wie nötig – so wenig wie möglich.“

Foto: Petra Arnold

Mittlerweile sind aus dem einen Jahr fast fünf geworden, das Tipi ist Geschichte. Freukes baute sich vor gut einem Jahr eine Jurtenhütte. Der Raum ist hell, trocken, gut beheizbar und Freukes kann darin aufrecht stehen. Das Material stammt fast ausnahmslos aus der Natur oder dem abgebauten Tipi. Denn Freukes legt an jede seiner Entscheidungen ein Kriterium an: „So viel wie nötig – so wenig wie möglich.“

Aus dem Tipi ist eine Jurtenhütte geworden

Die Hütte ist mit selbstgebauten Möbeln eingerichtet: Es gibt einen Schrank mit Schubladen, Regale für Vorräte und Bücher und eine mit Fellen belegte Couch aus einem Holzgestell mit einem stabilen Netz aus dicken Seilen. Eine ähnliche Konstruktion trägt das Hochbett, das direkt über den Ofen gebaut ist. Auf selbst gebauten Kleiderhaken kann Freukes darunter Wäsche zum Trocknen aufhängen. Basis ist eine Holzplattform …



Text: Heike Dürr, Fotos: Petra Arnold

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